SPD fordert Halbstundentakt auf der Elztalbahn

Veröffentlicht am 09.02.2010 in Kreisverband

Die SPD-Kreistagsfraktion fordert die zügige Umsetzung ihres letztjährigen Antrags, auf der Elztalbahn einen Halbstundentakt einzurichten. Bereits im vergangenen Jahr ergriff der neue Kreisrat und Bürgermeister von Elzach, Holger Krezer, die Initiative für ein Gespräch mit Timm Anders, Verkehrsplaner beim ZRF, über die Nahverkehrssituation im Landkreis, insbesondere der Elztalbahn. Krezer schilderte, dass es für das Elztal von großer Bedeutung sei, besser vom Nahverkehr erschlossen zu werden. Der Halbstundentakt sei eine wichtige Maßnahme, um das Elztal besser an die Region anzubinden.

Anders erläuterte den SPD-Kreisräten, dass die Verkehrsleistung zur Umsetzung des Halbstundentaktes im EU-Verkehrsblatt ausgeschrieben worden sei. Wenn der Kreistag die finanziellen Mittel bereitstelle, könnte die Elektrifizierung der Strecke Denzlingen – Elzach Ende 2014 in Betrieb gehen mit der Folge, dass dann der Halbstundentakt beginnen könne. Entscheidend sei das Votum des Kreistages. Die SPD-Kreistagsfraktion wird sich auf Initiative von Neu-Kreisrat Holger Krezer sich im für ein positives Votum einsetzen. Bereits im vergangenen Jahr hatte sie die Einrichtung des Halbstundentaktes im Kreisrat beantragt. Krezer gibt sich zuversichtlich: „Wir haben die große Chance, das Elztal besser anzubinden durch den Halbstundentakt, weshalb der Kreisrat dieser wichtigen Maßnahme unbedingt zustimmen und die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen sollte.“
Anders stellte zudem klar, dass nach dem Bau des dritten und vierten Gleises auf den bestehenden Gleisen genügend Platz neben Fernverkehr und Güterverkehr sei, um im Nahverkehr den Halbstundentakt anzubieten. Dass derzeit viele Bahnhöfe nur selten angefahren werden, führt er darauf zurück, dass das Land die Regionalisierungsmittel gekürzt habe. Für Hermann Jäger ist deshalb das Land verantwortlich für die Unterversorgung auf der Rheintalbahn: „Das Land muss Geld in die Hand nehmen und mehr Züge bezahlen, damit auch kleinere Bahnhöfe öfter angefahren werden und der Zug als Verkehrsmittel insbesondere für Pendler attraktiver wird.“ SPD-Kreisrat Johannes Fechner bat darum, die neue geplante Bahnstrecke von Denzlingen über Gundelfingen ins Industriegebiet Nord und weiter zum Freiburger Hauptbahnhof trotz enger Finanzmittel nicht aus dem Auge zu verlieren. Gerade für Pendler aus dem Landkreis ergebe sich dadurch die Möglichkeit, umweltfreundlich und kostengünstiger zur Arbeit zu gelangen. Anders verwies darauf, dass die Baukosten mit 22,50 Mio. Euro nicht gering seien. Derzeit laufe ein Prüfauftrag, ob diese neu geplante Strecke auf dem Teilabschnitt auf der Breisacher Bahn ab der Messe eingleisig eingerichtet werden kann oder ob ein weiteres Gleis notwendig werde. Wenn die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen würden, könnte 2018 mit dem Bau begonnen werden. Angesichts der hohen Baukosten müsse man jedoch ein Fragezeichen hinter diesen Zeitplan machen.
„Wir wollen einen starken öffentlichen Nahverkehr, damit die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis kostengünstig und umweltfreundlich mobil sind.“ fasste Hermann Jäger die Diskussion zusammen. Die SPD-Kreistagsfraktion werde sich deshalb im Kreistag insbesondere für den Halbstundentakt auf der Elztalbahn und die zügige Umsetzung des S-Bahn 2010-Konzeptes einsetzen.

 

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