"Global denken - lokal Handeln" SPD-Veranstaltung zum Einsatz regenerativer Energien vor Ort

Veröffentlicht am 27.06.2007 in Pressemitteilungen

Vor dem Hintergrund des G8-Gipfels der großen Industrienationen, der sich unter anderem mit dem Klimaschutz befasste, hatte der SPD-Kreisverband Emmendingen zu einer Veranstaltung zum Thema „Energiewende vor Ort“ eingeladen. In seiner Einleitung sagte der Kreisvorsitzende Johannes Fechner, nach den enttäuschenden Ergebnissen in Sachen Klimaschutz beim G8-Gipfel sei es um wichtiger, sich über eine Energiewende vor Ort Gedanken zu machen. Die Frage sei, was auf kommunaler Ebene getan werden könne, um den CO2 Ausstoß zu verringern.

Referent war Rudolf Höhn, stellvertretender Vorsitzender des „Solarfördervereins Zukunftsenergien Solar Region Kaiserstuhl e.V.“. Höhn stellte eingangs fest, dass nach dem UNO-Bericht von 2006 die Erderwärmung 2 Grad betragen wird, aber nur dann, wenn man bis 2050 der CO2 Ausstoß auf Null reduzieren könne. Die Sonne liefere 17.000 Mal soviel Energie wie die gesamte derzeitige Menschheit brauche, um ihren Energiebedarf zu decken. Deshalb sei es kein Problem, die Energieversorgung über Solar- Wind- und Wasserenergie zu decken. Allerdings wäre dies das Ende der großen Energiekonzerne. 10.000 Windräder mehr, und alle Atomkraftwerke in Deutschland könnten unverzüglich abgeschaltet werden.

Auf kommunaler Ebene gehe darum, endlich die Voraussetzungen für ökologisch sinnvolles Bauen und den Umbau von Altbauten zu schaffen. Eine Selbstverpflichtung der Kommunen zur CO2 Reduktion, wie das in Freiburg bereits geschehen sei, wäre ein Schritt in die richtige Richtung. In Gemeinden müsste die Handhabung der Bauanträge durch die Bauämter geändert werden. Obwohl jedes Bauamt eine Vorlage der Landesregierung zur Optimierung von neuen Baugebieten hätte, würden viele Ämter ökologisch sinnvolles Bauen nach wie vor behindern. Die Frage, ob die Dächer bei Neubauten überhaupt Solar- und Photovoltaikfähig seien und die Südausrichtung der Häuser spiele vielerorts bis heute keine Rolle. Dabei könne allein durch die Südausrichtung eines Hauses der Öl- oder Gasverbrauch um 30 Prozent gesenkt werden. Die Kurzformel von Rudolf Höhn für ökologisches Bauen lautet: Südausrichtung, Verpflichtung zur Ausstattung mit Photovoltaik und optimale Wärmedämmung. Auch bei Altbauten könne über Wärmedämmung und den möglichen Einsatz von Solar- und Photovoltaik der Energieverbrauch massiv gesenkt werden.

Eine weitere Möglichkeit sieht Höhn in der Einrichtung sogenannter „Bürgersolarkraftwerke, wie sie der Solarförderverein bereits erfolgreich betreibt. Dabei werden auf öffentliche Gebäude Photovoltaikanlagen installiert, finanziert durch Investitionen von Bürgern. Die Energie wird in das öffentliche Netz eingespeist. Der Gesetzgeber fördert solche Projekte. Deshalb liegt die Rendite für die Investoren derzeit bei 10 bis 11 Prozent.

Bei der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass gerade die Besitzer von Altbauten großes Interesse daran haben, ihre Häuser durch den Einsatz moderner Wärmedämmung und Solar- und Photovoltaik ökologisch umzugestalten.

 

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Autor: Dennis Özkan, Datum: 05.07.2007, 11:44 Uhr


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